Chrome Download
Google Chrome ist ein Webbrowser, der von Google Inc. entwickelt wird und seit dem 2. September 2008 verfügbar ist. Am 11. Dezember 2008 erschien die erste finale Version. Zentrales Konzept ist die Aufteilung des Browsers in optisch und auf Prozessebene getrennte Browser-Tabs.
Google Chrome baut auf der Rendering-Engine WebKit auf, die von Apple auf der Grundlage des KDE-Projekts KHTML entwickelt wurde und auch im Browser Safari zum Einsatz kommt.
Google Chrome soll ein integraler Bestandteil des Google Chrome OS werden, Googles auf Linux basierendem Betriebssystem für Netbooks und ähnlich leistungsschwache Rechner.
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Zu Beginn gab es den Browser nur für Microsoft Windows XP (ab SP2), Vista und Windows 7. Seit Dezember 2009 waren Betaversionen für Linux und Mac OS X verfügbar, seit Version 5 (Mai 2010) gibt es auch stabile Versionen für diese Betriebssysteme.
In Chrome wird, wie auch in Android, die von Apple vorangetriebene Rendering-Engine WebKit verwendet. Die JavaScript-Implementierung V8 ist als Freie Software veröffentlicht worden und stammt vom dänischen V8-Team, unterstützt Mehrkernprozessoren und ein dynamisches Optimierungsverfahren, bei dem JavaScript-Objekte versteckt um geteilte Klassen erweitert werden.
Auch das Tabbed Browsing wurde von Grund auf neu entwickelt. Anders als in vergleichbaren Browsern, in denen alle Reiter Teile eines einzelnen laufenden Programmes sind, sollen die Reiter in Chrome in sich geschlossene Prozesse sein und als solche auch in einem eigenen Task-Manager kontrollierbar sein (aus Leistungsgründen teilen sich allerdings in der Standardkonfiguration kleine Gruppen von Reitern einen Prozess). Durch die Aufteilung in mehrere Prozesse soll vermieden werden, dass ein einziger Reiter, in dem ein rechenintensiver Prozess läuft, die Leistung des gesamten Browsers in Mitleidenschaft zieht. Außerdem werden die Prozesse der Reiter (Renderer-Prozesse) in einer Sandbox ausgeführt und haben damit nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, mit anderen Prozessen zu interagieren, Dateizugriffe sind nur über das Hauptprogramm (Browser-Prozess) möglich. Dadurch wird das Gros an Schadcode, das von geöffneten Websites aus eine Sicherheitslücke im Browser ausnutzt, gehindert, einen Computer zu befallen. Pop-up-Fenster bleiben zunächst innerhalb des jeweiligen Reiters.
Die Benutzerschnittstelle lässt die Reiterfenster eigenständiger erscheinen, indem sie eigene Kontrollschaltflächen besitzen sowie eine eigene Adresszeile („Omnibox“). Diese macht unter anderem Vorschläge und erlaubt eine Volltextsuche über bisher besuchte Webseiten sowie über bisherige Suchanfragen auf zahlreichen Seiten, wie zum Beispiel Wikipedia. Auch ist die Möglichkeit vorgesehen, Reiter für Webanwendungen ohne allgemeine Benutzerschnittstellenelemente darzustellen. Des Weiteren wird eine automatisch generierte Startseite mit den häufigst besuchten Webseiten und Suchdiensten dargestellt; auch ein Surfmodus („Incognito“), der keine Spuren auf dem lokalen System hinterlässt, ist vorhanden.
Mittels der frei zugänglichen Google Safe Browsing API erhält Chrome Listen gefährlicher Internetseiten. Chrome unterstützt die Google-API Gears und ermöglicht insbesondere Gears-Anwendungen mit mehreren Threads. Mittels der Laufzeitumgebung Gears kann Google Chrome serverbasierte Webanwendungen wie eine Desktop-Anwendung ausführen.
Google Chrome nimmt auch eine Art Vorreiterrolle in Bezug auf die Unterstützung von HTML5 ein, so erreicht der Browser beim HTML5-Test das beste Ergebnis aller berücksichtigten Webbrowser.
Architektur
Chrome besteht aus drei Teilen. Der Browser selbst ist für die Steuerung der Software zuständig, der Renderer ist im Browser implementiert und stellt einen Subprozess wie zum Beispiel einen Reiter dar. Innerhalb des Renderers befindet sich WebKit. Chrome ist komponentenbasiert aufgebaut.Die Interprozesskommunikation arbeitet nachrichtenorientiert und benutzt Channeling.
Geschwindigkeit
Google gibt an, eine besondere Stärke des Browsers sei seine Geschwindigkeit. Zusätzlich wird Chrome eine effiziente Speicherverwaltung attestiert. Insbesondere V8, die virtuelle Laufzeitumgebung von JavaScript in Chrome, soll laut Google andere Implementierungen an Geschwindigkeit übertreffen. So läuft JavaScript in Chrome bei einem Test (Peacekeeper-Benchmark) etwa doppelt so schnell wie im Firefox 3.6 oder rund neunmal so schnell wie im Internet Explorer 8. Bei sehr rechenintensiven Tests werden diese Werte noch übertroffen. Google Chrome ist somit mindestens ebenbürtig zu Opera 10.5 und Safari 5.
Stabilität
Die Entwickler streben durch die Multiprozessarchitektur ein stabiles Laufzeitverhalten an. Dabei wird jeder neue Renderer (also jeder neue Reiter oder jede neue Seite) und jedes Plugin in eigenen Prozessen gestartet. Falls es mit einem Reiter ein Problem gibt und der Prozess endet, so wird anstelle des Inhalts bei dem Reiter ein „Sad Tab“ angezeigt. Analog wird ein „Sad Plugin“ bei fehlerhaften Pluginprozessen angezeigt.
Falls ein Reiter besonders viel Speicher, Prozessorleistung oder Netzwerkbandbreite verwendet, so kann der Benutzer dies mit dem Task-Manager erkennen und den Prozess des Reiters einzeln beenden.
Sicherheit
Bei dem Pwn2Own-Event geht es darum, verschiedene Computer mit jeweils einem Browser zu hacken. Wer das schafft, erhält als Belohnung den Computer und einen Geldpreis. Google Chrome nimmt seit 2009 am Pwn2Own-Event teil. 2011 gab es 20.000 US-Dollar als Geldpreis für einen erfolgreichen Hack, jedoch hat es am ersten von drei Tagen niemand versucht.
Aus Sicht des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet Google Chrome vielversprechende Ansätze im Bezug auf die Sicherheit.
Google bietet eine Belohnung für das Finden von sicherheitsrelevanten Programmfehlern an. Diese beträgt zwischen 1.000 und 3.133,7 US-Dollar. Dieser Betrag ist Leetspeak für „Elite“.
Quellcode
Sowohl die aus WebKit übernommene Rendering-Engine WebCore als auch die neu entwickelte V8-Javascript-Engine und der Rest von Google Chrome sind in C++ entwickelt. Es existieren Buildanweisungen und -dateien sowie Snapshots von Chromium für Microsoft Windows, Mac OS X und Linux.


